Fingernagelpilz – Ursachen, Symptome und wie Sie ihn wieder los werden

Fingernagelpilz kommt bei weitem nicht so häufig vor, wie der viel mehr verbreitete Fußpilz. Dennoch sind einiger Menschen immer häufiger davon betroffen. Besonders bei Frauen kommt es vermehrt zu dem unangenehmen Pilz im Bereich der Fingernägel. Warum das so ist, welche Ursachen dahinterstecken und wie Sie den Fingernagelpilz richtig behandeln können, klären wir in diesem Artikel.

 

Die Ursachen und Risikofaktoren

Genau wie beim Fußnagelpilz, sind auch die Finger mit bestimmten Risiken konfrontiert, die uns oft nicht bekannt sind, weil sie im Alltag gar nicht auffallen. Dennoch können solche Risiken eben dazu führen, dass wir einen Nagelpilz an den Fingern bekommen und wir fragen uns, wie das passieren konnte. Es gibt einige Ursachen und Faktoren, die wir im weiteren Verlauf aufzählen werden.

  1. Nagellack und Nagellackentferner (Acetonhaltig):

    Diese lassen den Nagel schnell rissig werden und austrocknen. Das führt dazu das der Nagel schneller angreifbar für verschiedene Pilze werden. Vermeiden Sie häufiges lackieren der Nägel, wenn Sie merken, dass sich ein Pilz anbahnt und geben Sie Ihren Nägeln die Möglichkeit zur Erholung.


  2. Fingernagelpilz durch künstliche Nägel:

    Auch bei künstlichen Fingernägeln ist es ähnlich, wie beim Nagellack. Der Fingernagel kann nicht mehr richtig atmen und Keime und Bakterien können sich unter dem Nagel anlagern. Das führt zu einer Begünstigung für Fingernagelpilz.


  3. Mangelnde Hygiene:

    Wenn die Finger oft in Benutzung bei Arbeiten sind, in denen man oft mit Keimen oder Bakterien zu tun hat, wie beispielsweise in der Reinigung von Bädern oder Schwimmhallen, dann kann das dazu führen, dass sich die Pilzsporen von jemand anderem, der vorher dort war, bei Ihnen einnisten. Deshalb sollten die Hände immer gründlich gereinigt werden.


  4. Übergreifender Pilz von anderen Körperstellen:

    Wenn man schon an anderen Körperstellen von Pilzen betroffen ist, wie beispielsweise von einem Fußpilz dann reicht schon eine Berührung an den Stellen des Pilzes, sodass sich die Pilzsporen auch an den Fingern einnisten und ausbreiten können.

  5. Häufiges Tragen von Handschuhen

    Wer arbeitsbedingt oft Handschuhe tragen muss, hat auch ein erhöhtes Risiko an Fingernagelpilz zu erkranken. Wenn Sie oft Gummi- oder Arbeitshandschuhe tragen müssen, sollten Sie darauf achten, die Handschuhe nicht mit anderen Mitarbeitern zu teilen, da sich Ansteckungsgefahr auch über die Handschuhe ausbreiten kann. Waschen Sie Handschuhe oft, bei mindestens 60° C, wenn Sie diese dauerhaft nutzen.

  6. Fingernägel kauen

    Wer häufig an den Nägeln kaut zerstört die natürliche Schutzbildung und macht die Nägel angreifbar für verschiedene Bakterien und Pilze. Das begünstigt natürlich auch den Nagelpilz und sollte möglichst vermieden werden.

 

Symptome

Oft erkennt man den Fingernagelpilz nicht sofort, da die Symptome am Anfang noch recht harmlos wirken. Eine einfach leichte Verfärbung ins gelbliche ist häufig der Beginn einer solchen Erkrankung. Je schneller man den Pilz erkennt, desto besser und effektiver lässt er sich behandeln. Zusätzlich zur gelben Färbung beginnen die Nägel nach und nach immer matter zu werden und den Glanz vollständig zu verlieren. Die Nagelplatte kann sich im weiteren Verlauf verdicken und die Verfärbung prägt sich immer stärker aus. Die Nägel können dann sogar eine bräunliche Farbe annehmen, woran man erkennt, dass man schleunigst fingernagelpilz symptomehandeln sollte, falls dies bis jetzt noch nicht passiert ist. Im Endstadium können die Nägel anfangen zu bröckeln und Risse in der Nagelplatte entstehen oft als Folge der Erkrankung. Der Pilz ist nun stark ausgebildet und muss behandelt werden. Wenn Sie sich unsicher sind gehen Sie bereits am Anfang zum Arzt. Dieser kann Ihnen schnell sagen, ob Sie betroffen sind und was zutun ist. Wenn Sie schnell handeln, wird auch Ihre Therapie nur eine kurze Zeit andauern und es muss nicht zu starken Mitteln gegriffen werden. Fingernagelpilz muss allerdings immer behandelt werden, da er nicht einfach von allein wieder verschwinden kann. In extremen Fällen kann es auch zu bleibenden Schäden an den Nägeln kommen.

 

Fingernagelpilz – Was hilft wirklich?

Wenn Sie im Anfangsstadium eines Nagelpilzes sind reicht es aus zu Hausmitteln und Rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke zu greifen. Beispielsweise können Sie einen Nagellack gegen Nagelpilz aus der Apotheke kaufen und diesen auf die betroffenen Stellen auftragen. Wenn Sie zu Hausmitteln greifen, haben sich Essig und Ätherische Öle als gute Mittel herausgestellt. In jedem Fall können Sie in Rücksprache mit Ihrem Arzt zu jeweiligen Mitteln greifen. Wenn auf natürlichem Wege keine Besserung zu erreichen ist, weil der Fingernagelpilz schon zu stark ausgebildet ist, dann verschreiben Ärzte oft bestimmte Tabletten. Diese wirken zwar schneller als Nagellack, bringen aber auch sehr oft starke Nebenwirkungen mit sich. Sie rufen beispielsweise Kopfschmerzen, Übelkeit oder Magenprobleme hervor. Deshalb ist es ratsam erst in einem äußersten Notfall zu Tabletten gegen Nagelpilz zu greifen und diese nur in Begleitung mit einem Arzt zu konsumieren. Es gibt auch Salben und Cremes, die auf die betroffenen Stellen der Nägel aufgetragen werden können und somit die Nägel von außen zu behandeln. Diese müssen zwar sehr lange angewandt werden, sind aber in den häufigsten Fällen deutlich angenehmer und verträglicher als Tabletten.

 

Vorbeugen und Risikofaktoren eliminieren

Zusätzlich zur körperlichen Behandlung sollten Sie sehr auf Ihre Hygiene achten und besonders vorsichtig im Kontakt mit anderen Menschen sein, damit diese sich nicht bei Ihnen anstecken und die Krankheit weiterverbreiten. Waschen Sie Ihre Kleidung, die mit den Pilzen in Kontakt gekommen ist bei mindestens 60° C. Auch die Bettwäsche sollte häufiger gewechselt werden, da Sie nachts lange darin liegen und Ihre Finger alle möglichen Stellen im Bett berühren. Zusätzlich ist es unter der Decke warm und wenn man etwas schwitzt kann sich Fingernagelpilz durch die Feuchtigkeit noch besser ausbreiten.

 

Fingernagelpilz PflegePflege der Fingernägel nach der Behandlung – richtiges Verhalten

Wenn Sie den Nagelpilz erfolgreich beseitigt haben, ist es sehr hilfreich, wenn Sie Ihrem betroffenen Nagel dabei helfen zu regenerieren. Das können Sie mit verschiedenen Mitteln zur Nagelpflege, einer zusätzlichen Seleneinnahme (in Absprache mit dem Arzt) und Hausmitteln erreichen. Zusätzlich sollten Sie Ihre Handtücher immer nur selbst nutzen und nicht innerhalb der Familie teilen.

 

Fazit

Wenn man Fingernagelpilz behandeln will, ist es sehr wichtig so früh wie möglich zu beginnen. Besonders am Anfang kann man noch eine relativ leichte Behandlungsform nutzen, um schnelle Ergebnisse zu erzielen. Sollte der Fingernagelpilz schon fortgeschritten sein, sollte unbedingt ein Arzt zur Rücksprache konsultiert werden. Mit diesem kann man weitere Behandlungsschritte planen und die dementsprechende Therapieform anwenden. Zusätzlich sollten Sie auf die Hygiene achten und Ihre Nägel gut pflegen. Wir hoffen Ihnen mit diesem Artikel bestmöglich geholfen zu haben, damit Sie alles tun können, um Ihren Fingernagelpilz erfolgreich zu behandeln.


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