Nagelpilz – Ursachen, Symptome und was hilft?

In diesem Artikel erklären wir alles, was Sie über den Nagelpilz wissen müssen. Wir gehen näher auf die Ursachen und die Symptome ein und zeigen die Hilfreichsten Methoden zur Heilung auf.

 

Nagelpilz Ursachen und SymptomeWas ist Nagelpilz?

Nagelpilz (Onychomykose) bezeichnet man als einen Pilzbefall der Finger- und Fußnägel. Bei den Pilzen, die für den Befall verantwortlich sind, handelt es sich in 80 Prozent der Fälle um Fadenpilz (Dermatophyten) und bei 20 Prozent um Schimmel- oder Hefepilze. Besonders der Befall von Hefepilzen ist dabei sehr selten. Ein Nagelpilz sollte immer in Verbindung mit einem Arzt behandelt werden, da er sich bei falscher Behandlung stark ausbreiten kann. Zwar kann man den Pilz im Anfangsstadium selbst mit dafür vorgesehenem Nagellack behandeln, allerdings ist eine ärztliche Diagnose immer sicherer.

 

Wenn sich ein Nagelpilz ausbreitet und nicht richtig bzw. professionell behandelt wird, kann es passieren, dass der Pilz den kompletten Nagel zerstört. Das kann bis hin zur Ablösung des Nagels führen. Der Pilz kann außerdem auf andere umliegende Nägel überspringen und die Haut befallen. Das wäre dann als klassischer Fußpilz diagnostizierbar. Ebenso kann ein Fußpilz umgekehrt die Nägel befallen. Wenn der Pilz sich ausbreiten kann, führt das außerdem in der Regel zu Schmerzen im betroffenen Bereich, bis hin zu Gehbeschwerden. Der Träger verliert außerdem die Lust daran sich zu bewegen, um die Schmerzen zu vermeiden. Man sollte Nagelpilz demensprechend im Anfangsstadium behandeln, um schnelle Ergebnisse zu erzielen.

 

Vorbeugen

Sie müssen nicht unbedingt auf Ihr Glück hoffen, um einem Pilzbefall zu entgehen. Es gibt Viele Faktoren, die einen Pilz begünstigen oder ihm entgegenwirken können. Einige Faktoren zählen wir Ihnen jetzt auf.

 

    • Niemals öffentlich barfuß laufen! Besondere Gefahr geht von Schwimmhallen, Hotelanlagen, Saunen und Freibädern aus.
    • Jegliche Kleidung, die mit Ihren Füßen in Berührung kommt sollten Sie bei mindestens 60° C waschen. Dazu zählen auch Handtücher, Bettwäsche, Badvorleger, Socken etc.
    • Socken aus Polyester vermeiden, möglichst nur natürliche Stoffe verwenden (z.B. Baumwolle). Außerdem sollten Sie die Socken regelmäßig wechseln, damit Bakterien gar nicht erst entstehen oder sich ausbreiten können.
    • Bequeme und lockere Schuhe tragen, die den Fuß nicht einengen. Die Schuhe sollten, wenn möglich, atmungsaktiv sein. Zu vermeiden sind alle Arten von Sport- und Turnschuhen, in denen der Fuß stark schwitzt. Natürlich kann man diese beim Sport tragen, aber danach ist es wichtig, die Füße gut zu trocknen und die Schuhe zu wechseln.
    • Nagelpflege betreiben (gern auch von Podologen)
    • Blutzuckerwerte im Auge behalten und im Fall von Diabetes eine passende Behandlung anwenden, da Diabetespatienten zu den Risikogruppen eines Nagelpilzes gehören.
    • Auf eine gesunde Durchblutung achten

 

Was sollten Betroffene zusätzlich beachten?

Wenn Sie bereits unter einem Nagelpilz leiden, gibt es verschiedene Dinge, die Sie zusätzlich beachten können. Das hat den Zweck, dass sich andere Personen nicht bei Ihnen anstecken können, da Nagelpilz eine sehr hohe Ansteckungsgefahr hat. Außerdem sorgen Sie somit dafür, dass sich der Pilz nicht unnötig ausbreiten kann und somit weitere Ihrer Nägel befällt.

 

Beachten Sie folgende Faktoren:

    • Verwenden Sie eigene Handtücher und teilen Sie diese nicht mit anderen Personen. Wechseln Sie das Handtuch am besten täglich.
    • Reinigen und desinfizieren Sie Ihre Nagelscheren und Feilen regelmäßig und sorgen Sie dafür, dass diese von keiner anderen Person verwendet wird. Verwenden Sie für Ihre Fingernägel eine andere Schere, da sich der Nagelpilz sonst auf Ihre Finger ausbreiten könnte. Fingernagelpilz kann ebenfalls sehr unangenehm sein.
    • Nehmen Sie Rücksicht auf andere Personen und sorgen Sie dafür, dass diese sich nicht anstecken. Das gilt für Barfuß laufen und andere Dinge, die den Pilz an andere übertragen können. Viele Menschen stecken sich an, weil andere Träger eines Nagelpilzes unaufmerksam sind und keine Rücksicht nehmen. Seien Sie ein Vorbild für anderen.

 

Nagelpilz Ursachen

Meist wird der Nagel durch einen Fadenpilz infiziert, der über einen anderen Träger übertragen wird. Diese Fadenpilze sind sehr überlebensfähig und können mehrere Wochen an einzelnen Hautschuppen überleben. Wenn Sie im Schwimmbad barfuß laufen und so eine Hautschuppe an Ihrem Fuß haften bleibt, kann das ausreichen, um sich zu infizieren. Gerade weil der Pilz so widerstandsfähig ist, fällt es vielen Personen schwer zu glauben, dass sie sich so infizieren können.

 

Sie bemerken diesen Vorgang nicht, dass beispielsweise diese Hautschuppen so klein sind, dass man Sie nicht sehen kann. Andere Orte wären Saunen oder Hotelanlagen. Auch hier schlummern viele Möglichkeiten für Fadenpilze, die sich beispielsweise an einer Bettwäsche befinden können. Deshalb gibt es natürlich auch gewisse Richtlinien, die ein Hotel einhalten muss, wie beispielsweise die Wäsche bei bestimmten Temperaturen zu waschen. Eine weitere Ursache ist mangelnde Hygiene oder starkes Schwitzen in engen Schuhen. Pilze lieben feuchte warme Umgebungen.

 

Das trifft allerdings nicht nur auf die essbaren Waldbewohner zu, sondern eben auch auf Faden- Schimmel- oder Hefepilze. Diese Krankheitserreger lieben feuchtwarme Gebiete und können darin nicht nur wunderbar überleben, sondern sich außerdem vermehren. Auch Entzündungen und offene Stellen an der äußeren Haut des Nagels, bieten eine gute Eintrittspassage für einen Pilz. Die Nagelpflege spielt daher eine wichtige Rolle und sollte sich eine Verletzung am Zeh bemerkbar machen, gilt es diese schnell zu behandeln, damit man keine Eintrittspforten für Pilze, Keime und Bakterien bietet. Eine weitere Ursache für einen Nagelpilzbefall ist eine Immunsystemschwäche. Wenn der Körper schwach ist und sich nicht so gut wehren kann, fällt es Pilzen leichter in den Körper einzudringen und sich auszubreiten.

Übrigens: Der Grund warum sich die Pilze so gern im Nagel einnisten, ist der, dass der Nagel aus Keratin besteht. Pilze können sich davon sehr gut ernähren und ausbreiten.

 

Wer kann daran erkranken?

Im Grunde genommen kann sich jeder mit einem Nagelpilz infizieren. Natürlich gibt es Menschengruppen, die häufiger betroffen sind. Gerade ältere Personen sollten sich vorsehen, da bei diesen das Immunsystem in der Regel schwächer ist, als bei jüngeren Menschen. Außerdem leiden ältere Menschen häufiger an Durchblutungsstörungen, die es einem Nagelpilz leichter machen, den Körper zu besiedeln. Zusätzlich wachsen die Nägel bei älteren Personen nicht mehr so schnell, was dazu führen kann, dass der Pilz schneller in die Nagelwachstumszone vordringen kann.

 

Wenn er diesen Punkt erreicht hat, wird die Behandlung deutlich schwieriger. Des Weiteren sind Menschen gefährdet, die an Diabetes leiden und dadurch verschiedene Faktoren mit sich bringen, die es einem Nagelpilz leichter machen, in den Körper einzudringen, wie beispielsweise Durchblutungsstörungen oder ein schwächeres Immunsystem. Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sind generell häufiger gefährdet, weil die Medikamente oft zu Störungen oder Unterdrückungen im Körper führen können. Das kann z.B. eine Immunschwäche sein oder Mittel, die den schnellen Blutfluss hindern.

 

Die letzte Risikogruppe sind Sportler. Fast jeder Fußballer kommt mindestens einmal im Leben mit einem Fuß- oder Nagelpilz in Berührung. Der Grund dafür können z.B. Gemeinschaftsduschen sein, aber auch Umkleideräume, die nicht gut gereinigt oder desinfiziert wurden. Außerdem macht es das starke Schwitzen in Sportschuhen dem Nagelpilz sehr leicht in den Körper einzudringen. Die Haut wird durch ständiges Schwitzen sehr weich und feucht und bietet somit Fadenpilzen eine wunderbare Gelegenheit zur Infizierung und Fortpflanzung.

 

Symptome im Überblick

Im Anfangsstadium kann man einen Nagelpilz nur sehr schlecht erkennen. Die Ränder des Nagels können sich weiß bis leicht gelblich verfärben und der Nagel verliert seinen Glanz. Meist bemerkt man diesen Vorgang nur mit besonderer Aufmerksamkeit, da der Pilz keinerlei Schmerzen verursacht. Die Nagelplatte wird im Fortschreiten des Pilzbefalls immer matter und verfärbt sich zunehmend gelb bis sie irgendwann sogar bräunlich erscheint. Der Pilz ernährt sich vom im Nagel enthaltenen Keratin, was dazu führt, dass der Nagel nach und nach immer brüchiger und spröde wird. Er bekommt Risse und Bruchstellen, bis er schließlich komplett zerfressen wird.

 

Es kann sogar passieren, dass sich die Nagelplatte komplett vom Nagelbett ablöst. Sobald der Pilz die Nagelmatrix erreicht hat, wird der frisch wachsende Nagel sofort wieder infiziert und der Nagel kann sich nicht mehr regenerieren. Deshalb reichen Nagellacke nicht mehr aus, um den Pilz zu bekämpfen. Im Endstadium kann es vorkommen, dass der Pilz Schmerzen verursacht und auf die umliegenden Nägel überspringt. Es kann auch zu einem Fuß- oder Hautpilz kommen, da der Pilz versucht sich in alle möglichen Richtungen auszubreiten. Der Nagelpilz ist zwar nicht lebensbedrohlich, dennoch kann er den Körper dahingehend schwächen, dass sich andere Krankheiten leichter einschleichen können. Über die offenen Stellen und Entzündungen am Nagelbett, fällt es Viren, Bakterien und Keimen deutlich leichter in den Körper einzudringen. Folgeerkrankungen sind daher nicht auszuschließen.

 

Diagnose

In jedem Fall ist es sinnvoll bei einem Verdacht auf Nagelpilz den Arzt aufzusuchen. Der Arzt kann feststellen welche Art des Pilzbefalls vorliegt und wie man diesem im spezifischen Fall am besten und effektivsten behandeln kann. Das ist deshalb wichtig, da es auch andere Krankheitsbilder gibt, die einem Nagelpilz ähnlichsehen können. Der Arzt feilt oder schneidet, für die eindeutige Diagnose, ein Stückchen des scheinbar befallenen Nagels ab.

 

Diese Nagelprobe wird in Verbindung mit einer speziellen Lösung unter dem Mikroskop analysiert und man kann dadurch feststellen, ob sich Pilzsporen darin finden lassen. Bei einem positiven Pilzbefall wird die Nagelprobe anschließend mit kultiviert und man lässt den Pilz sozusagen künstlich wachsen. Wenn der Pilz gewachsen ist und sich eine sogenannte Pilzkolonie gebildet hat, kann der Arzt genau feststellen, von welcher Pilzart der betroffene Nagel infiziert wurde und demensprechend die passende Behandlung einleiten. Man kann allerdings auch auf andere Weise feststellen, um welche Pilzart es sich bei dem Nagelpilz handelt. Mit solchen sogenannten molekularbiologischen Methoden kann man die Erbsubstanz eines Pilzes ermitteln und dadurch nachweisen um welchen Befall es sich handelt.

 

Nagelpilz Behandlung - was hilft?

Um einen Nagelpilz gezielt zu behandeln gibt es verschiedene Möglichkeiten und Mittel. Man verwendet Antimykotika (Mittel gegen Pilzerkrankungen) auf verschiedene Art und Weise und mit Nagelpilz Behandlungverschiedenen Wirkstoffen. Dabei unterscheidet man zwischen fungistatischen Mitteln, welche den Nagelpilz am weiteren Wachstum hindern und fungiziden Mitteln, welche den Pilz abtöten. Außerdem gibt es Behandlungsformen von außen und von innen. Wenn man Nagelpilz im Anfangsstadium behandeln möchte, genügt es, wenn man Mittel anwendet, die von außen wirken.

 

Das können verschiedene Salben, Tinkturen oder Nagellacke sein, die von außen auf die betroffenen Stellen auftragen kann. Die Salben wirken dabei allerdings nicht so, wie man es bei den meisten Erkrankungen kennt. Die Salbe weicht den Nagel lediglich auf, damit sich die obere Nagelschicht leicht ablösen lässt. Das bezweckt, dass der Pilz aus dem inneren des Nagels besser behandelt werden kann. Um den Pilz abzutöten und dessen Wachstum zu verhindern, nutzt man Nagellacke, wie Loceryl, Canesten oder Ciclopoli.

 

Die meisten davon erhält man rezeptfrei in Apotheken und benötigt für deren Anwendung keine professionelle Betreuung eines Arztes. Viele Patienten schwören außerdem auf Nagelpilz Hausmittel. Es gibt viele Foren, die über eine erfolgreiche Anwendung verschiedener Hausmittel gegen Nagelpilz berichten. So haben sich beispielsweise Apfelessig, Zahnpasta und Teebaumöl, als hervorragende und günstige Helfer im Kampf gegen den Nagelpilz herausgestellt. Die Mittel kann man mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen auftupfen und somit kann jedes Mittel mit seinen eigenen Wirkungen gegen den Pilzbefall tätig werden. Zahnpasta schreibt man beispielsweise positive Wirkungen zu, weil das Fluor darin, gegen den Pilz arbeitet, während das Essig mit seiner aggressiven Säure den Pilz am Wachstum hindert.

 

Ob die Hausmittel wirklich helfen oder nur bedingt an der Heilung mitwirken, lässt sich von Ärzten nicht bestätigen. Lediglich die Anwender der Internetforen, sowie einige Portale berichten positiv darüber. Es spricht zumindest nichts gegen eine parallele Behandlung mit Hausmitteln, während man herkömmliche Mittel nutzt. Sollte der Pilzbefall schon die Nagelmatrix erreicht haben, reicht eine herkömmliche Behandlung mit Nagellack nicht mehr aus. Hier verschreibt der Arzt dann in der Regel Tabletten, die für ca. 3 Monate eingenommen werden und über das Blut einen fungiziden (pilztötenden) Wirkstoff in die Nagelmatrix leiten.

 

Dieser Wirkstoff tötet den Pilz von innen, während der Nagellack von außen parallel dazu verwendet wird. Zusätzlich kann der Arzt die obere Nagelschicht, mit einer kleinen Fräse entfernen, damit der Wirkstoff des Lacks besser in den Nagel eindringen kann. Eine Behandlung mit Nagellack kann zwischen 6 und 12 Monate dauern. Allgemein dauert es sehr lange, wenn man Nagelpilz behandeln möchte. Deshalb ist es so wichtig sehr früh mit einer Behandlung zu beginnen, denn im Anfangsstadium kann man einen Nagelpilz unter Umständen schon in 6 Wochen erfolgreich entfernen. Zusätzlich zur Nagelpilz Behandlung sollte darauf geachtet werden, dass der Pilz während der aktiven Zeit nicht auf einen Bereich der Haut übertragen wird und sich somit ein Fußpilz bildet. Wenn man den Nagelpilz entfernen konnte, ist es ratsam, eine regelmäßige Nachkontrolle beim Arzt zu veranlassen, damit für einige Wochen sichergestellt werden kann, dass sich der Pilz nicht zurückbildet.

 

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sehr wichtig ist einen Nagelpilz sehr früh zu erkennen und demensprechend zu behandeln. Wenn sich der Befall gar nicht erst ausbreiten kann, kommt es bei der Behandlung meistens nicht zu sonderbaren Schwierigkeiten. Sie haben in diesem Artikel gelernt, an welchen Symptomen Sie einen Nagelpilz erkennen können und wie Sie ihn anschließend vom Arzt diagnostizieren können. Natürlich kann man diesen im Anfangsstadium auch selbst behandeln, jedoch empfiehlt sich der Gang zum Arzt, um genauere Informationen zu erhalten, wie beispielsweise, um welche Pilzart es sich handelt.

 

Anschließend lassen Sie eine passende Behandlungsform mit Ihrem Arzt abklären und der Pilz sollte schnell entfernt sein. Insgesamt lässt sich sagen, dass man Nagelpilz nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, auch wenn er nicht lebensgefährlich ist. Es können schmerzhafte Infektionen entstehen, wenn der Befall ignoriert wird. Sie wissen jetzt, was Sie tun können und welche Schritte Sie als Erstes einleiten müssen, wenn Sie den Verdacht haben, von einem Nagelpilz befallen worden zu sein. Wir hoffen Ihnen, mit diesem Artikel, alles zu diesem Thema erklärt zu haben.

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